Donnerstag, 5. November 2009

Szenesprachwiki

"Denn Sprache ist lebendig. Sie verändert sich durch die Menschen, die sie sprechen." so beschreibt sich selbst das Szenesprachwiki, aus dem dann das Wörterbuch der Szenesprachen entsteht. Inzwischen im Handel käuflich erwerbbar.

Kann man eigentlich nur hoffen, dass nicht mehr so viele Menschen aneinander vorbei reden und das auch noch in der eigentlich selben Landes-, doch nicht selben Szenensprache.
Die Mutter, die heute ihr kennt nicht mehr versteht, sollte vielleicht mal nachlesen. Lesen bildet bekanntlich (weiter).

Samstag, 29. August 2009

WC vs. weiser Charakter


Die Erkenntnis kommt auf dem Klo und ist letztlich auch sehr nahe liegend.

Donnerstag, 27. August 2009

zum Spülen


Manch einer geht auf's WC weil er muss, andere weil sie sich mitteilen müssen.

Mittwoch, 5. August 2009

Glaube vs. Erkenntnis

Es gibt keinen Gott!
Höre auf Dich zu fürchten.
So überschrieb man eine Werbetafel in der U9 von den "Rosenkreuzern", einer christlichen Glaubensgemeinschaft. Es impliziert irgendwie, Gläubige haben Angst. Konfrontiert man sie mit dieser Aussage, würden sie wehement dagegen halten und einem versuchen vom Gegenteil zu überzeugen. Doch unterstreicht diese Reaktion, die obige Aussage nicht radikal?

Dienstag, 7. Juli 2009

exellente Partygruppenbeschreibung

Wie war's bei Dir am Wochenende, wo hast Dich abtreiben lassen?

Was sich als schnöder Beginn eines typischen "Poser-WE-Rèsumè" andeutet, endete in einem metaphorischen Glanzstück, das man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte.
Cooler Sound, nette Location aber die Leute, ...
Das lief da voll unter dem Motto:

"Hohe Bizepse, kurze Hauptsätze & Stiernacken ohne Ende."

Eigentlich ein schöner Spruch für das Poesiealbum.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Krank sein beugt vor

"Wenn ich damals keine Lungenentzündung bekommen hätte,
dann hätte ich auch angefangen zu rauchen."

Es ist doch immer wieder schön, wenn man die Dinge gut begründen kann.

Montag, 13. April 2009

Rumeierei

Alle Jahre wieder der selbe Eiertanz. Ein Fest, das auf verschiedene Arten gefeiert werden kann und wieso zu Ostern ein Hase Eier versteckt, hab ich bis heute noch nicht schlüssig von irgend jemanden gesagt bekommen. Klar hingegen ist:

"Wer Ostern mit den Eiern spielt,
hat Weihnachten die Bescherung."


... so gesehen ein typisches Ostervideo. Na dann, tut Euch nicht weh.

Dienstag, 7. April 2009

Sprachtechnik

Jeder kennt es, Sprachtechniken bilden quasi das Rückrat des angenehmen zuhören. Doch was, wenn Sprache direkt in Technik übergeht. Dies sei Quatsch? Nicht unbedingt. Manchmal unumgänglich, bei e-Mailadressen ein Muss. Jeder soll eindeutig identifizierbar sein.
Dennoch will auch jeder eine einzigartige Adresse ganz nach dem Motto:

"auweija [at] hui [dot] wau"
haben.

So entstehen dann also Adressen wie:
du.ich [at] kommespaeter [dot] de,
Triebtaeter [at] ist-willig [dot] de
...
der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Freitag, 3. April 2009

Sonnige Themen

"Die Sonne ist für alle da,
der Strand nur für die,
die ihn sich verdient haben."


... na hauptsache das Wetter stimmt.

Mittwoch, 1. April 2009

de ... de ... deluxe

"Ich bin so deluxe...
ich piss Glitzer und kotz Lametta"

... aber zu Weihnachten nur auf Bäume. Somit wäre das mit dem Baum zur heiligen Nacht auch erklärt.

Dienstag, 17. März 2009

Let's work

Wie schön Arbeit sein könnte,
wenn man welche hätte,
zeigt sich immer dann,
wie lästig Arbeit ist,
wenn man welche hat.


Ich hätte nicht gedacht das man es so kurz auf den Punkt bringen kann. Dagegen klingt:

"Es gibt eine Menge zu tun,
also legen wir uns wieder hin."


sehr banal bis verkifft pankig. Vielleicht ist man es aber nur sehr gewohnt zu hören. Da hegt man richtig Respekt vor Menschen, die sich noch die Mühe geben, selbiges etwas niveauvoller auszudrücken. Vielleicht erschreckt es einen auch nur, weil sie zumindest mal drüber nachgedacht haben.

Mittwoch, 11. März 2009

An der Bar

An jeder Bar gibt es außer Getränken noch eine Menge mehr. Man könnte fast meinen sich in einem verbalem Epizentrum zu befinden. Wie auch immer, das gab es an einer Bar gratis, allerdings nicht als Dialog:

Ich steh voll auf Dich, also nicht so ganz aber so für's Bett & die Küche - das wär schon klasse.

Bevor man fragt, ... ja, es war ein Typ der dies vom Stapel ließ. Schade eigentlich, er stieß nicht auf diese Reaktion:
Besorg mir mal bitte schnell was alkoholisches zu Trinken! Du fängst an hässlich zu werden und mir wird langsam langweilig. Am Ende fange ich an über das nachzudenken, was Du so sagst und dann wird mir noch schlecht.

An der Bar weis man offensichtlich genau was Mann will. Frau auch! Die nur rumstehen, hindern einen nur selbst auch mal ran zu kommen. Bedient wird jeder. Egal was er will.

Montag, 9. März 2009

Momentbewertungen

Es gibt Momente, die sind einfach bemerkenswert. Hier ein paar Bemerkungen zu besonderen Momenten:

Ich liebe diesen Moment so sehr, das ich am liebsten mit ihm schlafen würde.

... die Steigerung davon müsste dann zu folgendem führen:
Dieser Moment ist so geil, das ich ihn glatt mit dem vorhergehenden betrügen würde.
Da fällt auch mir nix mehr zu ein.

Sonntag, 8. März 2009

Web Einerlei

Myface in YourBook @ SpaceTube

Die Vielfalt der sozialen Netzwerke ist grenzenlos oder kommt einem das nur so vor?

Freitag, 6. März 2009

"Man sagt" - einfach mal hinterfragt

Es heißt so schön im Volksmund:

Nur Kleinkinder & betrunkene Menschen sagen die Wahrheit.

Eine wirklich interessante Volksweisheit, die mich sofort zur Frage führt:
Was sagen eigentlich betrunkene Kleinkinder?

Angesichts der immer jünger werdenden Einstiege in den Alkoholkonsum müssten doch schon umfangreiche Erkenntnisse dazu vorliegen.

Donnerstag, 5. März 2009

Vergleiche & gewagte Thesen

Wenn die Musik die Nahrung der Liebe ist, dann ist die Masturbation nur ein kleiner Snack zwischen den Mahlzeiten.


Kennst Du den Unterschied zwischen
"Gratis" & "Umsonst"?
Ich bin gratis zur Schule gegangen, Du umsonst!


Ist ein Film ab 12 Jahren von der FSK freigegeben, bekommt der Held das Mädchen.
Ist er ab 16 Jahren freigegeben, bekommt der Böse das Mädchen.
Ist der Film ab 18 Jahren freigegeben nimmt sich jeder mal das Mädchen.

Mittwoch, 4. März 2009

Spruchreif durch die Stadt

Jeder kennt es. Gerade jetzt wo es wieder 2-stellige Temperaturen, mit steigender Tendenz, auf längere Sicht geben wird. Auf einmal steht jemand vor oder neben einem und spricht einen an. Wie reagiert man dann? Hier ein paar Reaktionen ohne die Situation näher zu erläutern. Man erkennt auch so den Bezug.

"Für mich bist Du nix weiter als eine Geräuschkulisse die ab und zu lästig wird."

...
"Du hast ja wohl echt nicht genug Blut für beide Enden Deines Körpers."

...
"Die Bolemie im Geiste ist eine schlimme Sache. Bei allem was man sieht und hört möchte man nur noch kotzen."


Na da kann der Frühling doch mit seinem Hormonrausch endlich kommen. Auf eine 1A Tittenschaukelwettersaison und auf all unsere nutzlosen Talente, die bereitwillig verschwendet werden wollen.

Feststellungen des Lebens

Wer schon eine Weile auf diesem, unserem Planeten umherirrt, wird schon einiges festgestellt haben. Hier einige Feststellungen auf den Punkt gebracht:

Wenn Anti-Aging-Creme wirklich was bringen würde,
dann wärst Du längst wieder in der Pubertät.


Keiner bleibt Zeit seines Lebens Jungfrau!
Das Leben fickt einfach jeden.


Gegen Angriffe kann man sich wehren,
gegen Lob ist man machtlos.

Fortsetzung folgt.

Dienstag, 3. März 2009

Situationen im Randgruppentransporter

Randgruppentransporter ist eine andere Bezeichnung für öffentliche Verkehrsmittel. Eine etwas abwertende Bezeichnung wie ich finde, denn wer unterwegs was erleben will, sollte zumindest in Berlin diese Verkehrsmittel nutzen. Man ist einfach schneller am Ziel.

Außerdem sollte man den Unterhaltungsfaktor nicht unterschätzen. Folgendes trug sich irgendwann letzten Sommer zu als es noch richtig warm war. Ich saß gerade in der U-Bahn, als sich eine Gruppe von 3 Studenten, davon 2 weiblich, angeregt unterhielten. Als die Bahn etwas heftig ruckelte, griff die eine Studentin nach der Stange über ihrem Kopf, wodurch man auf ihrem Shirt in der Axelgegend einen Schweißfleck überdeutlich erkennen konnte. Es war eben noch sehr warm. Ihre Freundin kommentierte diesen Fleck gleich mit den etwas zweideutigen Worten:

"Du bist heute aber ganz schön feucht."

Darauf reagierte sofort der 3. im Bunde, und meinte etwas entsetzt:

"So kannst das jetzt aber nicht sagen."
"Wie soll ich das sonst sagen?"
"Sag doch einfach, heute hat Dein Körper den Kampf gegen Dein Deo aber haushoch gewonnen."

Es ist doch immer wieder schön, wenn man noch auf höfliche und vor allem gebildete Mitbürger in den öffentlichen trifft. Da kann sich manch Bild-Zeitungsleser eine Scheibe abschneiden.

Coffee@Night

Vor einiger Zeit saß ich in einem Café/Bar in Kreuzberg, unweit der Falkensteinstraße. In illustrer Runde wurde folgende Fangfrage gestellt, auf die eine unerwartete Antwort wie aus der Pistole geschossen gereicht wurde, über die ich mich gut amüsierte.

"Was ist schwerer, ein Liter Wasser oder Bier?"
"Das hängt von der Dichte des 'Stoffes' ab!
Also Bier macht dichter als Wasser."

Demnach bedarf es keiner weiteren Erklärungen.
Ein gewisser wahrer Kern ist ja auch enthalten.

"Nun, erstmal einen Café um aus'm Tee zu kommen."

Montag, 2. März 2009

... neulich im Konsumtempel

Wenn die Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.

William Somerset Mangham



Zum Glück ist dem nicht so und es kommt zu solch schönen Situationen wie dieser hier, in der Unterwäscheabteilung einer der zahllosen Konsumtempel:

"Würdest Du Dir Schuhe kaufen,
wenn Du keine Füße hättest?
Nein!
Was also willst Du mit dem BH?"


Dazu fällt mir nix mehr ein, ...
außer: Prostitution ist das Gleitmittel einer kapitalistischen Gesellschaft.

Mundschau Berlin

Sprache dient der Verständigung, der Beleidigung, der Erheiterung und diese unterliegt einem permanentem Wandel. Von alledem ist dieser Blog massiv beeinflusst.

Hier geht es um sprachliche Momentaufnahmen, um die "Mundschau"(!). Eine verbale Rundschau auf das, was man eben so raus lässt und deren Ein- und Zweideutigkeit. Also ein verbalisierter Anschlag auf den guten Geschmack des Sprachzentrums.

Ein mieser Ratgeber für Leute mit der schlechten Angewohnheit immer andere zu zitieren, weil einem selbst nix einfällt oder man das Gesagte sonst auch eigenverantwortlich niemals wagte.

Die "Munschau" ist ein Blog in dem Du das nachlesen kannst, was man sich in Berlin so an den Kopf haut, wenn Mann oder Frau sich gerade mal traut.